Auftakt zum städtebaulichen Workshop für Lichterfelde-Süd

Am Mittwoch, dem 7. Mai 2014, startete der städtebauliche Workshop zum Bauvorhaben Lichterfelde Süd mit einer Vor-Ort-Einführung im interkulturellen Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Bus-Stop e.V..
Anwesend waren neben Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und den beiden Stadträten Norbert Schmidt und Christa Markl-Vieto, u.a. die Verantwortlichen der Senatsverwaltung, des Bezirksamtes, Politiker aller Fraktionen aus der BVV Steglitz-Zehlendorf, Vertreter des Umwelt- und Naturschutzamtes, Sprecher der Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Groth Gruppe.

Zum Workshop wurden die folgenden acht national und international renommierten Architekturbüros eingeladen, die in der Auftaktveranstaltung fachliche Hinweise (insbesondere zum Schallschutz) sowie weitere Informationen der anwesenden Landschafts- und Freiraumplaner zum Thema der „Grünen Mitte“ erhielten:
Casanova + Hernandez Architekten, Rotterdam; Christoph Kohl Gesellschaft von Architekten, Berlin; Cramer Neumann Architekten, Berlin; Grüntuch-Ernst Architekten, Berlin; Hilmer & Sattler + Albrecht, München Berlin; Lorenzen & Partner, Kopenhagen Berlin; nps tchoban voss, Hamburg Berlin Dresden; O3 Architekten, München.

Wie geht es weiter?

In der ersten Stufe werden durch die Architekturbüros Ideenskizzen zur künftigen grundsätzlichen städtebaulichen Struktur, zum Nutzungskonzept, zur Anbindung und inneren Erschließung des Plangebietes sowie zur Verbindung der Quartiere untereinander und mit der „Grünen Mitte“ erarbeitet.
Nach einer Vorprüfung der städtebaulichen Entwürfe durch die Freie Planungsgruppe Berlin GmbH startete am 18. Juni 2014 der 1. städtebauliche Workshop in der gleichen personellen Zusammensetzung wie bei der Einführungsveranstaltung starten.

Im 1. Workshop werden die Ideen durch die Architekten vorgestellt und hinsichtlich der optimalen Lösungsmöglichkeiten für die Einzelaspekte diskutiert und so die Aufgabenstellung weiter konkretisiert. Als Ergebnis des 1. Workshops werden gemeinsame Leitlinien für die weitere Bearbeitung formuliert und die Aufgabenstellung präzisiert.
In der zweiten Bearbeitungsstufe sollen die Architekturbüros die städtebaulichen Konzepte gemäß den erweiterten Vorgaben weiterentwickeln und ausarbeiten.

In einem 2. Workshop am 27. August 2014 wird in einem diskursiven Prozess gemeinsam das städtebauliche Konzept ausgewählt, das Grundlage für das Bebauungsplanverfahren sowie für die im Parallelverfahren durchzuführende Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) bilden wird.
Die im 2. Workshop formulierten Überarbeitungsempfehlungen der Entscheidungsrunde werden von dem Verfasser des für den Städtebau ausgewählten Konzeptes eingearbeitet.
Es erfolgt eine Abschlusspräsentation am 19. September 2014.

Was ist das Ziel des städtebaulichen Workshops?
Ziel des Verfahrens ist die Erarbeitung eines konsensfähigen städtebaulichen Konzeptes.
Dies wird durch die teilnehmenden Architekturbüros, in Abstimmung mit dem Bauherren, dem Bezirk und der Senatsverwaltung erarbeitet. Darüber hinaus werden Vertreter der Politik, Verbände und Bürger in den Prozess einbezogen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem parallel stattfindenden Workshop „Grüne Mitte“.

Welche/ wieviel Bebauung und wieviel Freifläche „Grüne Mitte“ ist geplant?
Die insgesamt ca. 96 ha große Fläche soll einerseits als grüner Wohnstandort – mit einer Fläche von ca. 39 ha – samt Flächen für die Nahversorgung und der sonstigen erforderlichen Wohnfolge- und Infrastruktureinrichtungen entwickelt werden.
Andererseits ist eine ca. 57 ha große Freifläche des Geländes als „Grüne Mitte“ mit vielfältigen, auch landwirtschaftlichen Nutzungen unter gleichzeitiger weitgehender Bewahrung der vorhandenen hochwertigen Biotope und Lebensräume schützenswerter Arten gesichert und weiter entwickelt werden. Die weitere Konkretisierung der „Grünen Mitte“ ist Gegenstand eines gesonderten landschaftsplanerischen Fachworkshops.