Abschlusspräsentation am 19. September 2014

Die Entscheidung

Die Architekturbüros casanova + hernandez architects aus Rotterdam und nps tschoban voss aus Hamburg, Berlin und Dresden haben auf Grundlage der Empfehlungen des Entscheidungsgremiums in der Zeit vom 29. August bis 15. September 2014 ihre Entwürfe überarbeitet.
Nach einer kurzen Vorprüfung fand am Freitag, den 19.09.2014 die Entscheidungsrunde wieder in den Räumen des Vereins Bus-Stop e.V, Celsiusstraße 71—73 in 12207 Berlin statt.

Die beiden Arbeiten wurden anhand unterschiedlicher Kriterien diskutiert und beurteilt.
Bei der anschließenden Abstimmung durch das Entscheidungsgremium wurde einstimmig das Konzept von casanova + hernandez architecs als robuste und flexible Grundlage für das weitere Planungsverfahren und die Realisierung ausgewählt.

Nach Auffassung des Entscheidungsgremiums stellt das Konzept ein in sich schlüssiges kompositorisches Gefüge dar. Es zeichnet sich durch individuelle eigenständige Quartiere aus, die sich jeweils um einen Platz als räumliche Mitte gruppieren. Entlang der Réaumurstraße wird der Übergang zur Thermometersiedlung durch eine verbindende Grünfläche und eine geöffnete städtebauliche Kante gestaltet. Die vielfältige Freiraumtypologie trägt zur Identitätsbildung der Quartiere und der Freiräume in Richtung der „Grünen Mitte“ bei.

Am 23. September 2014 fand eine Pressekonferenz im Rathaus Zehlendorf statt, auf der nicht nur der zukünftige Masterplanentwurf, sondern auch alle anderen Entwürfe der beteiligten Architekturbüros präsentiert wurden.
In Anwesenheit des Staatssekretär Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, des Bezirksbürgermeisters Norbert Kopp, den Bezirksstadträten Norbert Schmidt und Christa Markl-Vieto sowie des Projektentwicklers Klaus Groth präsentierte Helena Casanova ihren Entwurf.

 

Hier geht’s zur aktuellen Pressemitteilung.

 

 

2. Städtebaulicher Workshop am 27. August 2014

Am 27.08.2014 fand der 2. Termin des Städtebaulichen Workshops Lichterfelde Süd in den Räumen des Vereins Bus-Stop e.V., Celsiusstraße 71 – 73 in 12207 Berlin statt.

Im 1. Termin (der 1. Stufe des Verfahrens) wurden Ideen zur künftigen grundsätzlichen städtebaulichen Struktur, zum Nutzungskonzept, zur Anbindung und inneren Erschließung des Baugebietes sowie zur Verbindung der Quartiere untereinander und mit der „Grünen Mitte“ erarbeitet.
Im 2. Termin  (2. Stufe des Verfahrens) haben die 8 teilnehmenden Architekturbüros ihre Ideen, entsprechend den Empfehlungen des Entscheidungsgremiums, überarbeitet.

Frau Klar von der Freien Planungsgruppe Berlin GmbH, die mit der Organisation und der Durchführung des Verfahrens beauftragt ist,  beschreibt die städtebaulichen Lösungen der 2. Stufe wie folgt:

„Alle Büros haben die Empfehlungen des Entscheidungsgremiums berücksichtigt und dabei die Vorgaben des Naturschutzes, des Lärmschutzes, des Verkehrs, der Klimaökologie und zahlreicher anderer Randbedingungen umgesetzt“.

Die Vorstellung durch die Büros und die Diskussion der Arbeiten durch das Entscheidungsgremium erfolgte an den jeweiligen Modellen der Architekten, die in das Umgebungsmodell eingesetzt wurden. Ziel der Diskussion war eine Entscheidung für ein Konzept, das starke, klare Strukturen hat und trotzdem flexibel ist, um als Grundlage für das weitere Verfahren dienen zu können. Die Diskussion der Arbeiten erfolgt nach folgenden Themen bzw. Aspekten:

  • grundsätzliche Leitidee / Identität / Atmosphäre
  • städtebauliche Qualitäten (zeitgemäße und innovative Strukturen und Typologien / Vielfalt / Gebäudehöhen/ -entwicklung)
  • städtebauliche und freiraumplanerische Verzahnung mit dem Umfeld, insbesondere mit der Thermometersiedlung, z.B. durch Grünzäsuren
  • Quartiersbildung / Robustheit / Adressbildung
  • Freiraumstruktur / Auseinandersetzung mit Vorgaben zur „Grünen Mitte“ / Verzahnung von Stadt- und Landschaftsraum
  • Erschließungssystem (Hierarchie / innovative Mobilitätsansätze)
  • Wirtschaftlichkeit und Realisierungsfähigkeit (z.B. Gebäudeausrichtung / Erschließungsflächenanteil / Kompensationserfordernis durch Eingriffe in Wald, Arten- und Naturschutz )
  • Berücksichtigung der Anforderungen des Lärmschutzes / Lärmrobustheit der Strukturen
  • Freiflächeninanspruchnahme, insbesondere Inanspruchnahme von Flächen des Arten- und Naturschutzes sowie von Waldflächen
  • Zentralität, insbesondere am Standort des Stadtplatzes mit zentralen Infrastruktureinrichtungen (z.B. Einzel-handel / Dienstleistung / Schule)
  • Integration der Wohnfolgeeinrichtungen
  • Mischung von Gebäudetypologien, Funktionen und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen

Die Entwürfe von casanova + hernandez architects und nps tchoban voss erfüllten die zuvor genannten Anforderungen am besten und wurden daher beide vom Entscheidungsgremium für eine weitere Überarbeitung empfohlen.

Im Rahmen der Abschlusspräsentation erfolgt dann die finale Auswahl des städtebaulichen Konzepts durch das Entscheidungsgremium. In einem gemeinsamen diskursiven Prozess wird damit die Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren sowie für die parallel laufende Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) gelegt.
Danach werden die Entwürfe in einer Pressekonferenz und anschließend im Rahmen einer Informationsveranstaltung den interessierten Bürgern vorgestellt.

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