2. Städtebaulicher Workshop am 27. August 2014

Am 27.08.2014 fand der 2. Termin des Städtebaulichen Workshops Lichterfelde Süd in den Räumen des Vereins Bus-Stop e.V., Celsiusstraße 71 – 73 in 12207 Berlin statt.

Im 1. Termin (der 1. Stufe des Verfahrens) wurden Ideen zur künftigen grundsätzlichen städtebaulichen Struktur, zum Nutzungskonzept, zur Anbindung und inneren Erschließung des Baugebietes sowie zur Verbindung der Quartiere untereinander und mit der „Grünen Mitte“ erarbeitet.
Im 2. Termin  (2. Stufe des Verfahrens) haben die 8 teilnehmenden Architekturbüros ihre Ideen, entsprechend den Empfehlungen des Entscheidungsgremiums, überarbeitet.

Frau Klar von der Freien Planungsgruppe Berlin GmbH, die mit der Organisation und der Durchführung des Verfahrens beauftragt ist,  beschreibt die städtebaulichen Lösungen der 2. Stufe wie folgt:

„Alle Büros haben die Empfehlungen des Entscheidungsgremiums berücksichtigt und dabei die Vorgaben des Naturschutzes, des Lärmschutzes, des Verkehrs, der Klimaökologie und zahlreicher anderer Randbedingungen umgesetzt“.

Die Vorstellung durch die Büros und die Diskussion der Arbeiten durch das Entscheidungsgremium erfolgte an den jeweiligen Modellen der Architekten, die in das Umgebungsmodell eingesetzt wurden. Ziel der Diskussion war eine Entscheidung für ein Konzept, das starke, klare Strukturen hat und trotzdem flexibel ist, um als Grundlage für das weitere Verfahren dienen zu können. Die Diskussion der Arbeiten erfolgt nach folgenden Themen bzw. Aspekten:

  • grundsätzliche Leitidee / Identität / Atmosphäre
  • städtebauliche Qualitäten (zeitgemäße und innovative Strukturen und Typologien / Vielfalt / Gebäudehöhen/ -entwicklung)
  • städtebauliche und freiraumplanerische Verzahnung mit dem Umfeld, insbesondere mit der Thermometersiedlung, z.B. durch Grünzäsuren
  • Quartiersbildung / Robustheit / Adressbildung
  • Freiraumstruktur / Auseinandersetzung mit Vorgaben zur „Grünen Mitte“ / Verzahnung von Stadt- und Landschaftsraum
  • Erschließungssystem (Hierarchie / innovative Mobilitätsansätze)
  • Wirtschaftlichkeit und Realisierungsfähigkeit (z.B. Gebäudeausrichtung / Erschließungsflächenanteil / Kompensationserfordernis durch Eingriffe in Wald, Arten- und Naturschutz )
  • Berücksichtigung der Anforderungen des Lärmschutzes / Lärmrobustheit der Strukturen
  • Freiflächeninanspruchnahme, insbesondere Inanspruchnahme von Flächen des Arten- und Naturschutzes sowie von Waldflächen
  • Zentralität, insbesondere am Standort des Stadtplatzes mit zentralen Infrastruktureinrichtungen (z.B. Einzel-handel / Dienstleistung / Schule)
  • Integration der Wohnfolgeeinrichtungen
  • Mischung von Gebäudetypologien, Funktionen und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen

Die Entwürfe von casanova + hernandez architects und nps tchoban voss erfüllten die zuvor genannten Anforderungen am besten und wurden daher beide vom Entscheidungsgremium für eine weitere Überarbeitung empfohlen.

Im Rahmen der Abschlusspräsentation erfolgt dann die finale Auswahl des städtebaulichen Konzepts durch das Entscheidungsgremium. In einem gemeinsamen diskursiven Prozess wird damit die Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren sowie für die parallel laufende Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) gelegt.
Danach werden die Entwürfe in einer Pressekonferenz und anschließend im Rahmen einer Informationsveranstaltung den interessierten Bürgern vorgestellt.

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1. Städtebaulicher Workshop am 18. Juni 2014

Am 18.06.2014 fand der 1. Termin des Städtebaulichen Workshops Lichterfelde Süd in den Räumen des Vereins Bus-Stop e.V., Celsiusstraße 71 – 73 in 12207 Berlin statt.

Die 8 teilnehmenden Architekturbüros haben in der 1. Stufe Ideen zur künftigen grundsätzlichen städtebaulichen Struktur, zum Nutzungskonzept, zur Anbindung und inneren Erschließung des Plangebietes sowie zur Verbindung der Quartiere untereinander und mit der „Grünen Mitte“ erarbeitet.

Frau Klar von der Freien Planungsgruppe Berlin GmbH, die mit der Organisation und Durchführung des Workshop Verfahrens beauftragt ist, beschreibt die städtebaulichen Lösungen wie folgt:

„Die Auseinandersetzung mit dem Naturschutz, der erforderliche Lärmschutz und die Umsetzung der Aufgabenstellung hat bei den meisten Arbeiten zu einer mehr oder weniger geschlossenen mehrgeschossigen Gebäudestruktur am Rand und einer Abstaffelung der Gebäude zur „Grünen Mitte“ mit Reihen- und Doppelhäusern geführt.

Lorenzen Architekten schlagen dagegen vor, den Rand zur „Grünen Mitte“ durch Geschossbauten zu formulieren.

Bei casanova + hernandez wird eher eine urbane gemischte Struktur vorgeschlagen, die nur wenige Reihen- und Doppelhäuser bietet.
Auch 03 Architekten schlagen eine Durchmischung von verschiedenen Bautypologien in den Blöcken vor.

Die Mehrzahl der Arbeiten bildet Quartiere aus, die entweder deutlich durch große Grünzäsuren voneinander abgesetzt sind, wie bei Grüntuch Ernst, Cramer Neumann und auch bei Christoph Kohl oder durch eine kleinteiligere Grünvernetzung wie bei nps tchoban voss, und casanova + hernandez.
03 Architekten verzichten auf Grünzäsuren und Gruppieren die Quartiere um Quartierparks.

Hilmer & Sattler + Albrecht gliedern ihr Gebiet nur im nördlichen Teil ebenfalls durch einen großen Quartierspark, Lorenzen Architekten durch die Rahmen der Geschossbauten der ansonsten großflächigen Struktur.

Bei den meisten Arbeiten sind die einzelnen Quartiere jeweils ähnlich strukturiert.
Bei Christoph Kohl haben sie ganz unterschiedliche Charaktere und versuchen jeweils einen örtlichen Bezug herzustellen.
Auch bei Hilmer & Sattler + Albrecht unterscheiden sich die Quartiere, allerdings weniger ausgeprägt.

Zur Thermometersiedlung bildet der überwiegende Teil der Arbeiten eine Gebäudekante aus, die durch Grünzäsuren geöffnet ist.
Christoph Kohl macht als Einziger Vorschläge zur baulichen, räumlichen und nutzungsstrukturellen Verzahnung.
03 Architekten lockern die Kante durch zurückgesetzte niedrigere Gebäude auf.

Während die meisten Arbeiten maximal 5-6 Geschosse aufweisen, schlagen Cramer Neumann und Hilmer & Sattler + Albrecht am Stadtplatz auch städtebaulich dominante Baulichkeiten vor.
casanova + hernandez betonen verschiedene Quartiere durch höhere Gebäude.

Ein Stadtplatz wird von allen Arbeiten entweder direkt zum S-Bahnhof orientiert oder in das Gebiet hineingezogen, angeboten.
Bei Christoph Kohl bildet der S-Bahnhof und der Stadtplatz am stärksten auch den Ausgangspunkt für die Baumassenverteilung.

Im Übergang zur „Grünen Mitte“ werden unterschiedliche Lösungen angeboten, von dem Hineinziehen der Natur durch Grünzäsuren bei Cramer Neumann, der Inseln in der Natur wie bei Grüntuch Ernst oder der städtischen Abgrenzung wie bei Lorenzen Architekten oder ansonsten als Siedlungskanten. casanova + hernandez und nps tchoban voss bilden eine Pufferzone aus. Lorenzen Architekten und Christoph Kohl schlagen auch Freiräume / Aktionsraume vor, die zur „Grünen Mitte“ orientiert sind.
Hilmer & Sattler + Albrecht und 03 Architekten trennen bewusst die Frei- und Grünflächen für die Quartiere von der „Grünen Mitte“.

Wegeverbindungen oder eine Promenade am inneren Rand werden von den meisten Arbeiten vorgeschlagen. Bei Lorenzen Architekten und 03 Architekten ist diese auch als Erschließung notwendig.“ (Auszug dem Vorprüfbericht, zum Quervergleich der Arbeiten, FPB 16.06.2014)

„In dem 1. Workshop wurden die Ideen jeweils von den Architekturbüros allen Beteiligten vorgestellt. Die Mitglieder des Entscheidungsgremiums würdigten bei einem Rundgang die angebotenen Lösungen jeder einzelnen Arbeit und gaben Empfehlungen für die weitere Bearbeitung. Alle Architekturbüros sollen ihr Konzept unter Berücksichtigung der Hinweise und der Empfehlungen zu den einzelnen Arbeiten in der zweiten Stufe weiterentwickeln.“
(Susanne Klar, Freie Planungsgruppe Berlin GmbH)

Der 2. Workshop findet am 27.08.2014 statt.
Ziel des Workshop Verfahren ist die Auswahl des städtebaulichen Konzepts. In einem gemeinsamen diskursiven Prozess wird damit die Grundlage gelegt für das anschließende Bebauungsplanverfahren sowie für die parallel laufende Änderung des Flächennutzungsplans (FNP).

Die Überarbeitungsempfehlungen des Entscheidungsgremiums aus dem 2. Workshop werden danach von den Architekten des für den Städtebau ausgewählten Konzeptes eingearbeitet. Es erfolgt eine Abschlusspräsentation am 19. September 2014. Danach werden in einer Informationsveranstaltung einer breiten Öffentlichkeit die Entwürfe präsentiert.

Auftakt zum städtebaulichen Workshop für Lichterfelde-Süd

Am Mittwoch, dem 7. Mai 2014, startete der städtebauliche Workshop zum Bauvorhaben Lichterfelde Süd mit einer Vor-Ort-Einführung im interkulturellen Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Bus-Stop e.V..
Anwesend waren neben Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und den beiden Stadträten Norbert Schmidt und Christa Markl-Vieto, u.a. die Verantwortlichen der Senatsverwaltung, des Bezirksamtes, Politiker aller Fraktionen aus der BVV Steglitz-Zehlendorf, Vertreter des Umwelt- und Naturschutzamtes, Sprecher der Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Groth Gruppe.

Zum Workshop wurden die folgenden acht national und international renommierten Architekturbüros eingeladen, die in der Auftaktveranstaltung fachliche Hinweise (insbesondere zum Schallschutz) sowie weitere Informationen der anwesenden Landschafts- und Freiraumplaner zum Thema der „Grünen Mitte“ erhielten:
Casanova + Hernandez Architekten, Rotterdam; Christoph Kohl Gesellschaft von Architekten, Berlin; Cramer Neumann Architekten, Berlin; Grüntuch-Ernst Architekten, Berlin; Hilmer & Sattler + Albrecht, München Berlin; Lorenzen & Partner, Kopenhagen Berlin; nps tchoban voss, Hamburg Berlin Dresden; O3 Architekten, München.

Wie geht es weiter?

In der ersten Stufe werden durch die Architekturbüros Ideenskizzen zur künftigen grundsätzlichen städtebaulichen Struktur, zum Nutzungskonzept, zur Anbindung und inneren Erschließung des Plangebietes sowie zur Verbindung der Quartiere untereinander und mit der „Grünen Mitte“ erarbeitet.
Nach einer Vorprüfung der städtebaulichen Entwürfe durch die Freie Planungsgruppe Berlin GmbH startete am 18. Juni 2014 der 1. städtebauliche Workshop in der gleichen personellen Zusammensetzung wie bei der Einführungsveranstaltung starten.

Im 1. Workshop werden die Ideen durch die Architekten vorgestellt und hinsichtlich der optimalen Lösungsmöglichkeiten für die Einzelaspekte diskutiert und so die Aufgabenstellung weiter konkretisiert. Als Ergebnis des 1. Workshops werden gemeinsame Leitlinien für die weitere Bearbeitung formuliert und die Aufgabenstellung präzisiert.
In der zweiten Bearbeitungsstufe sollen die Architekturbüros die städtebaulichen Konzepte gemäß den erweiterten Vorgaben weiterentwickeln und ausarbeiten.

In einem 2. Workshop am 27. August 2014 wird in einem diskursiven Prozess gemeinsam das städtebauliche Konzept ausgewählt, das Grundlage für das Bebauungsplanverfahren sowie für die im Parallelverfahren durchzuführende Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) bilden wird.
Die im 2. Workshop formulierten Überarbeitungsempfehlungen der Entscheidungsrunde werden von dem Verfasser des für den Städtebau ausgewählten Konzeptes eingearbeitet.
Es erfolgt eine Abschlusspräsentation am 19. September 2014.

Was ist das Ziel des städtebaulichen Workshops?
Ziel des Verfahrens ist die Erarbeitung eines konsensfähigen städtebaulichen Konzeptes.
Dies wird durch die teilnehmenden Architekturbüros, in Abstimmung mit dem Bauherren, dem Bezirk und der Senatsverwaltung erarbeitet. Darüber hinaus werden Vertreter der Politik, Verbände und Bürger in den Prozess einbezogen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem parallel stattfindenden Workshop „Grüne Mitte“.

Welche/ wieviel Bebauung und wieviel Freifläche „Grüne Mitte“ ist geplant?
Die insgesamt ca. 96 ha große Fläche soll einerseits als grüner Wohnstandort – mit einer Fläche von ca. 39 ha – samt Flächen für die Nahversorgung und der sonstigen erforderlichen Wohnfolge- und Infrastruktureinrichtungen entwickelt werden.
Andererseits ist eine ca. 57 ha große Freifläche des Geländes als „Grüne Mitte“ mit vielfältigen, auch landwirtschaftlichen Nutzungen unter gleichzeitiger weitgehender Bewahrung der vorhandenen hochwertigen Biotope und Lebensräume schützenswerter Arten gesichert und weiter entwickelt werden. Die weitere Konkretisierung der „Grünen Mitte“ ist Gegenstand eines gesonderten landschaftsplanerischen Fachworkshops.

Werkstatt „Wie geht es weiter in Lichterfelde Süd?“ im KiJuNa – Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße am 23.11.2013

Zielstellung der Werkstatt
Nach Jahrzehnten der militärischen Nutzung soll die Fläche des ehemaligen Parks Range in Lichterfelde Süd städtebaulich zu einem neuen lebendigen Stadtquartier entwickelt werden. Die frühzeitige Einbeziehung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger soll eine bürgernahe Gestaltung, vor der im Rahmen der Bauleitplanung vorgesehenen formalen Öffentlichkeitsbeteiligung, sicherstellen.
In einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung am 15. Oktober 2013 wurden bereits Themen und Anregungen gesammelt, die dem Bürgerwunsch entsprechend im Planungsprozess zur Nutzung und Gestaltung der Fläche berücksichtigt werden sollen.
Darauf aufbauend ist es das Ziel der Werkstatt die gesammelten Themen zu betrachten und zu diskutieren, um die von den Bürgerinnen und Bürgern formulierten Interessen und Ideen, in die städtebauliche und landschaftliche Flächenentwicklung, einfließen zu lassen.
Ergebnis der Werkstatt soll die Formulierung von Kernsätzen sein, die in das sich anschließende Planungsverfahren eingehen.

Eine Zusammenfassung der Werkstatt finden Sie hier.

Informationsveranstaltung in der Carl-Schuhmann-Sporthalle am 15. Oktober 2013

Unter dem Motto „Wie geht es weiter in Lichterfelde Süd?“ fand am 15.10.2013 eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger statt. Als Fortführung des am 19.04.2012 mit einer ersten öffentlichen Veranstaltung begonnenen Bürgerdialogs diente die Veranstaltung neben der Information, vor allem dem Austausch und Dialog über Fragestellungen und Themen, die aus Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner und Bürgerinnen und Bürger im weiteren Entwicklungsprozess zu beachten sind.

Eine Zusammenfassung der Veranstaltung finden Sie hier.